Mittwoch, 27. Januar 2016

Tutorial: Leuchtende Augen mit Photoshop


Schon öfters habt ihr nachgefragt, wie man denn "dieses Leuchten" in den Augen hinbekommt, das man auf vielen Bildern sieht. Meistens ist die Antwort "gutes Licht beim Fotografieren ist die beste und einfachste Methode". Stimmt auch, dennoch kann man das ganze auch bei Photoshop herstellen oder alternativ verstärken, was ziemlich oft Teil einer Beautyretusche ist.

Wie immer gibt es auch dabei mehrere Wege, die an das Ziel führen. Ich habe mich dazu entschieden, hier mal die einfachste Methode zu erklären, da ich davon ausgehe, dass viele von euch keine Lust haben lange mit Kurven rumzuspielen, sondern gerne nach ein paar Klicks fertig wären...

Zunächst beginnt ihr so wie immer: Foto auswählen und öffnen (Datei --> Öffnen). Ich habe nochmal ein anderes Bild gewählt, als das Bild, das ihr in der Vorschau seht, um euch zu zeigen, dass es bei allen Bildern funktioniert :)



Danach braucht ihr als erstes eine Ebene, in der ihr eure Augenbearbeitung vornehmt. Natürlich geht es auch ohne, aber um nachträglich nochmal etwas ändern zu können, ist es einfacher, wenn ihr euch die vorhandene Ebene schnell dupliziert & dann in der duplizierten Ebene arbeitet. Das geht, indem ihr rechts unten in eurer Ebenenübersicht mit Rechtsklick auf die Ebene "Hintergrund" klickt und dann "Ebene duplizieren" auswählt. Den Screenshot dazu findet ihr hier
In dem Fenster, das nach der Auführung dieses Schrittes automatisch aufgeht, könnt ihr dann der neuen Ebene einen beliebigen Namen geben - ich habe es mir einfach gemacht und sie "Leuchtende Augen" genannt.


Ab jetzt arbeiten wir in der neuen Ebene und führen die Schritte zur eigentlichen Augenbearbeitung vor. Weil es meistens schwierig ist genau frei Hand zu arbeiten, ist der nächste Schritt die Auswahl des zu bearbeitenden Bereiches & das geht am schnellsten mit dem Magnetischen Lasso, welches ihr in eurem Werkzeugkasten findet. Es funktioniert ein wenig wie ein automatisches Erkennungssystem & ihr könnt das Auge schnell definieren, indem ihr mit einzelnen Klicks darum herumfahrt.


Nachdem ihr euer Auge habt, könnt ihr jetzt mit den Lichtern und Tiefen arbeiten. Zunächst wählt ihr das Abwedler-Werkzeug aus und stellt eine Größe ein, die in etwa der Größe eures gewählten Bereiches auf dem Bild entspricht oder etwas größer ist (der Bereich außerhalb des Auges wird jetzt sowieso nicht bearbeitet, da wir ja zuerst das Lasso benutzt haben).


Ihr könnt beim "Bereich" wählen zwischen Lichtern, Mitteltönen und Tiefen. Beim Abwedler-Werkzeug empfiehlt es sich in Lichtern und Mitteltönen zu arbeiten, um die natürlichen Lichter zu verstärken und noch ein wenig mehr herauszukitzeln. Wenn ihr in den Tiefen arbeitet, kann es euch passieren, dass euer ganzes Auge inklusiver der Pupille eine unnatürlich wirkende Aufhellung bekommt, weil eben die dunklen Töne (=Tiefen) als Bereich gewählt sind. Außerdem solltet ihr darauf achten, dass die Belichtung nicht zu stark eingestellt ist - bei mir liegt sie bei nur 9%. Es ist aber eine Sache, bei der man ein wenig ausprobieren muss und die auch von Bild zu Bild verschieden sein kann. Es kann auch sein, dass ihr nicht nur einmal auf das Auge klicken müsst, sondern mehrere Male bis euch der Effekt wirklich gefällt. Auch hier gilt: Probieren geht über Studieren.


Nachdem ihr jetzt diesen Schritt beendet habt, wählt ihr das Nachbelichter-Werkzeug & stellt eine ähnliche Größe und Belichtung ein. Hier wählt ihr jetzt die Tiefen aus und dann geht das selbe Spielchen wie voher los: auf den gewählten Bereich klicken & schauen was passiert bzw. wann es euch gefällt. In manchen Fällen ist dieser Schritt auch gar nicht mehr nötig, weil das Ergebnis bereits nach der Arbeit mit dem Abwedler zufriedenstellend ist.


Nun seid ihr auch eigentlich schon fertig - wahlweise könnt ihr den Bereich auch etwas nachschärfen mit dem Scharfzeichnen-Werkzeug, aber das ist kein Muss. Ihr solltet aber eins nicht vergessen: alle Schritte, die ihr beim einen Auge angewendet habt solltet ihr auch beim anderen Auge anzuwenden. Denn selbst, wenn das durch eure Blendeneinstellung unscharf ist (so wie bei meinem Beispielbild, wo ich mit einer 1.8 gearbeitet habe), dann wirkt es doch etwas komisch, wenn ihr nur ein Auge verändert habt.



Wenn auch das erledigt ist, dann seid ihr fertig. Wie stark sich euer Endbild vom Original unterscheidet, hängt davon ab, wie stark ihr die Belichtung eingestellt habt bzw wie oft ihr sie verwendet habt. Ich versuche, die Bilder immer so natürlich wie möglich zu halten, denn Augen, die unnatürlich stark abgewedelt und nachbelichtet wurden, sind auch eindeutig als bearbeitet (oder überbearbeitet) zu erkennen. Gefällt euch euer Ergebnis, könnt ihr es speichern & das war's...

Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig helfen - wenn's Probleme gibt, einfach nachfragen :)


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